Personal, plus minus geht so

plus minus geht so // KW 38

Wochenrückblick KW 38 – plus minus geht so



NACHGEDACHT. „Ich schaffe es nicht mehr, dich zu vermissen. Ich packe es einfach nicht mehr. Dieses Vermissen zerreißt mich und es ist so furchtbar anstrengend. Und ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll… Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als es zu ertragen, bis mir die Puste ausgeht.“

MITGEMACHT. Ich bin in ein Dirndl gestiegen, habe mir Zöpfe geflochten und habe mich einem Brauch hingegeben. Ich – der Mensch, der am allerwenigsten Tradition verkörpert. Aber das hat mich um eine wichtige Erkenntnis reicher gemacht – mehr dazu in einem separaten Blogeintrag…

KLAR GEMACHT. Du und ich. Wir hatten eine Nicht-Beziehung. Komisch, dass das, was vorher noch keinen Namen hatte, plötzlich einen hat… Und nicht nur das: es hat auch eine Definition bekommen, die nicht besser passen könnte… „Es ist so, als würde man auf einer Party fröhlich trinken, Omas Vase umschmeißen und dann abhauen, bevor es ans Aufräumen geht. […] Aber beide gemeinsam leben die Fiktion der Unverletzbarkeit.“

AUSGEDACHT. Während ich letzte Woche noch keine Ahnung hatte, wo ich mit mir selbst hin möchte, habe ich diese Woche schon wieder ganz konkrete Vorstellungen. Manchmal reicht eben ein kleiner Impuls, ein Anstoß, ein Wort, eine Person, die in ihrem Tun aufblüht, damit man sich inspiriert fühlt und sein Leben wieder zu greifen bekommt. Also Pläne schmieden war angesagt.

MITGEDACHT. Mitgedacht hat wohl derjenige, der mir den passenden Pullover zu DIESEM Shirt zugeschickt hat. Danke an das Label von Lance Butters (oder an wer auch immer mir diesen Sweater geschickt hat). So ein T-Shirt hält ja im Herbst und im Winter auch nicht warm, somit freue ich mich riesig ;)

FORT GEDACHT. Fort gedacht habe ich mich einen ganzen Nachmittag lang mit der Serie „Stranger Things“. Normalerweise stehe ich nicht auf Sci-Fi, aber die Serie hat mich gekriegt – wenngleich ich den überkrassen Hype des Internets nicht verstehe, aber es ist schon eine verdammt gute Serie. Ja, ok, ich verstehe den Hype doch.

HALT GEMACHT. Halt mache ich jedes Mal, bevor ich etwas auf Instagram, Facebook & Co. poste… Warum? Weil wenn du im Bereich Social Media arbeitest, du immer die Angst haben musst, aus Versehen deinen privaten Kram über einen Kundenaccount zu posten. Wer kennt’s?

NEU ENTFACHT. Ist meine Liebe zum Lesen. Kennt ihr das? Manchmal hat man Phasen, in denen man supergerne liest und manchmal rührt man wochen- oder monatelang kein Buch an. Jetzt stapeln sich die Bücher und Zeitschriften nur so neben meinem Bett und ich lese gerade drei Bücher gleichzeitig, weil ich nicht genug aufnehmen kann…

GLÜCKLICH GEMACHT. Glücklich hat mich gemacht, dass Chance The Rapper und Rae Sremmurd nach Deutschland kommen. Ich kann’s mir zwar überhaupt nicht leisten, aber ratet mal, wer Tickets für beide Shows hat? Und im Frühjahr 2017 gehen die Beginner nochmal mit Advanced Chemistry auf Tour. Ich habe mich im Dreieck gefreut, als ein Arbeitskollege mir davon erzählte.


Mein Song der Woche!

Personal, plus minus geht so

plus minus geht so // KW 37

Wochenrückblick KW 37 – plus minus geht so



NACHGEDACHT. „Hört dieser Regen denn nie mehr auf?“ – „Tja, so ist das Wetter, es macht was es will…“ – „Jaja, aber ich meine nicht nur den da draußen, sondern den in meinem Kopf…“ Oh, wie ich diese Sommertage mit dir und dir und dir und mir vermisse.

MITGEMACHT. Manchmal redet man bei einem Menschen so lange gegen eine Wand, dass man sich immer weiter hineinsteigert – natürlich mehr als einem gut tun würde. Man macht das so lange mit, bis einem die Energie ausgeht. Das Gute ist aber, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem man in der Lage ist, von außen auf sich selbst zu blicken und erkennt, wie erbärmlich man gerade ist und wie wenig die gegenüberstehende Person diese Aufmerksamkeit verdient… Und dann heißt es nur noch: „Wieder nur ehrlich zu mir selbst, ich Idiot; wenn es sich überhaupt nicht mehr lohnt.“ Danke OK KID.

KLAR GEMACHT. „Egal wie sehr ich mich ablenke, am Ende des Tages, wenn ich alleine im Bett liege, denke ich sowieso nur an dich.“ – Und deshalb bin ich froh, dass ich derzeit so endlos lange Tage habe, an denen ich abends einfach todmüde ins Bett fallen kann, ohne zu viel nachzudenken… Ohne zu viel an DICH denken zu können.

AUSGEDACHT. Ich wünschte, ich wäre in der Lage gewesen, mir Pläne für die Zukunft auszudenken – meine Zukunft. Aber gerade ist wieder so eine Phase, in der ich nicht weiß, wo ich hin will. Mit mir selbst, mit dem Job, mit meinem Leben im allgemeinen. Mit allem einfach. Und das obwohl ich so Spaß an dem habe, was ich tue, und ich eigentlich keinen Grund habe, mich zu beschweren. Ich komme gerade einfach nicht vor und nicht zurück.

MITGEDACHT. Mitgedacht hat für mich vergangene Woche Audi mit einem ultragenialen Werbespot für ihre selbstfahrenden Autos. Ich als Kind des Internets, das nicht nur mit Worten und Buchstaben kommuniziert, sondern auch in Memes und kryptischen Witzen und Akronymen, bin der perfekte Rezipient für diesen Spot. Man… ich wusste gar nicht, dass ich zu einem längst ausgestorbenen Reptil eine solch emotionale Bindung aufbauen kann… Aber wir Internetkids sind sowieso etwas merkwürdig.

FORT GEDACHT. Ich freue mich so sehr auf die nächsten Wochen. Nicht nur, dass meine Mama mich besuchen kommt, nein, meine beste Freundin kommt auch ganze 5 Tage zu mir nach München, außerdem darf ich auf die allfacebook-Konferenz und danach lädt meine Firma für ein Wochenende nach Hamburg ein (wo ich meine Mau direkt wiedersehe!).

HALT GEMACHT. Das hat mein Körper für mich übernommen, denn ich sage: „Hallo Erkältung!“ Die Signale weisen einen dann passiv-aggressiv darauf hin: mach mal langsamer, oder am besten gleich eine Pause. Ok.

NEU ENTFACHT. Die Liebe zu neuer Musik. In letzter Zeit habe ich kaum den Kopf für neue Musik gehabt und auch mein „Mix der Woche“ von Spotify hat mich eher enttäuscht, als dass er mich auf neue Musik gebracht hat. Die letzten zwei Wochen hat er aber einen ganz guten Job gemacht und mich auf meinen Song der Woche gebracht. Thumbs up.

GLÜCKLICH GEMACHT. Ich habe das ganze Wochenende über mit meiner Mitbewohnerin Zuhause verbracht – und dank dem Dauerregen hier in München hat man die perfekte Legitimation dafür. Wir haben nur ein Mal kurz das Haus verlassen, um den Wocheneinkauf zu erledigen. Wobei kurz so viel bedeutet wie, dass wir stundenlang gemütlich durch die Läden geschlendert sind, ohne Blick auf die Uhr und ohne die Menschen und Dinge um uns herum zu beachten… Sowas tut auch mal gut, besonders, wenn man mit seiner Mitbewohnerin quasi den Jackpot gewonnen hat.


Mein Song der Woche!

Personal, plus minus geht so

plus minus geht so // KW 36

Wochenrückblick KW 36 – plus minus geht so

NACHGEDACHT. Über so vieles. So vieles, das mich einfach nur gelähmt zurück lässt. Gerade komme ich nicht nach vorne und auch nicht zurück. Als wären mir die Hände gebunden. Nicht nur was den Abstand zwischen Herz und Verstand angeht – denn nicht nur du fehlst mir. Du fehlst mir auch – und das habe ich dir geschrieben, auf einer Postkarte ohne Absender. Aber das macht nichts, denn du weißt genau, von wem sie ist.

MITGEMACHT. Das Leben. Wie eine Gruppenübung in der Schule, an der man verpflichtend teilnehmen muss, weil man sonst durchfällt. Und eigentlich will ich nicht mitmachen, weil die Übung so anstrengend und unangenehm ist, aber wenn ich aus dem Klassenzimmer raus renne, dann wissen all meine Klassenkameraden, dass ich schwach bin. Und ich will auch nicht durchfallen. Dabei hat die Woche so gut angefangen…

KLAR GEMACHT. Meine Toleranzgrenze bei Sexismus, Rassismus, Homophobie und sonstiger Form von Diskriminierung – egal in welche Richtung – ist EXTREM niedrig, wenn nicht sogar gar nicht vorhanden. Ich akzeptiere einfach nichts, das in diese Richtungen geht. Und das ist gut so. Das mag dem einen oder anderen eventuell etwas extrem vorkommen, aber damit macht man weder Witze, noch entspricht dieses Verhalten der Gesellschaft in der ich leben will. Das muss ich nicht akzeptieren, nicht mal tolerieren muss ich es. Und dafür mache ich auch meinen Mund auf.

AUSGEDACHT. Nichts. Mein Kopf ist leer und ich will schreiben und schreiben, aber ich bringe kein Wort aufs Papier, weil ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.

MITGEDACHT. Ich gehöre also zu den Menschen, die durch eine korrekte Interpunktion im WhatsApp-Chat negativ auffallen – solche Menschen werden sogar als passiv-aggressiv wahrgenommen. Aber hey, ich mache gerne Punkt und Komma und formuliere gerne ganze Sätze, weil ich darauf wert lege. Bin ich deshalb komisch, aggressiv, spießig? Nein.

FORT GEDACHT. Nach Santorini. Julia hat unglaublich detaillierte und liebevoll ausgestaltete Blogeinträge über ihre Reise auf die griechische Insel gemacht. Santorini steht sicher bei vielen von euch auf der „Da muss ich unbedingt hin!“-Liste – auf meiner sowieso, und noch viel mehr nach ihren Beiträgen.

HALT GEMACHT. Mal wieder bei mir selbst. Es strengt mich unglaublich an, den ganzen Tag von Menschen umgeben zu sein, bis in die Abendstunden, weil man dann auch noch an sozialen Events teilnehmen muss, um ein funktionierender Teil der Gesellschaft zu sein. Deshalb war ich froh, am Wochenende die meiste Zeit mit mir selbst verbracht zu haben.

NEU ENTFACHT. Die Liebe zu meinen Katern ist, wie eigentlich jeden Tag, neu entfacht. Sie sind „Zuhause“. Sie geben mir Sicherheit, so absurd das auch klingt. Und sie beruhigen mich. Sie legen sich nämlich einfach auf mich drauf und fangen an zu brummen, wenn es mir nicht gut geht. Und es gab tatsächlich Leute, die mir für meinen Umzug nach München vorgeschlagen haben, meine Kater bei jemand anderem zu lassen. Was sind das für Menschen?

GLÜCKLICH GEMACHT. Es hat mich glücklich gemacht, dass ich jemanden glücklich gemacht habe – mit einer klitzekleinen Kleinigkeit. Er stand hinter mir an der Kasse, hatte nur 4€ in kleinen Münzen bei sich. Ein junger, sympathischer Mann, dem es offensichtlich an nichts fehlte. Außer an 13 Cent, um seinen Einkauf zu bezahlen. Die kramte ich dann für ihn aus meinem Portemonnaie und wünschte ihm einen schönen Tag. So einfach ist es.


Mein Song der Woche!