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#lydiasagtGUDE // Part II

Als ich das letzte Mal über das „Abenteuer“ #lydiasagtGUDE geschrieben habe, stand noch nicht fest, in welche Stadt in Deutschland es mich für mein Praxissemester (und noch länger) verschlagen wird. Die Auswahl an Unternehmen und Standorten war groß und ich hatte Schwierigkeiten dabei, nach welchen Kriterien ich mich denn nun entscheiden sollte. So viele Faktoren spielen in diese Entscheidung mit rein und jeder dieser Faktoren hat nochmal eine eigene Gewichtung – was ist wichtig und was weniger wichtig – und vor allen Dingen: warum? Ich bin zu sehr Perfektionistin, um einfach nach meinem Bauchgefühl zu entscheiden. Ich habe Excel-Tabellen und Pro- und Contra-Listen erstellt bis die ganzen Namen und Zahlen und Vorteile und Nachteile vor meinem Auge verschwommen sind.

Einfach so meine heimischen vier Wände verlassen, die in den letzten Jahren zu all dem geworden sind für das ich stehe, und mit meinen Katern unter’m Arm in eine Großstadt ziehen? Für andere normal, doch für mich war das bisher immer etwas, das nur andere tun, aber nicht ich. Irgendwie unerreichbar. Etwas, hinter das ich schon lange vor meinem Studium einen Haken gesetzt habe. Zu eingeschränkt bin ich in meinen Möglichkeiten und zu viele Steine werden mir immer und immer wieder in den Weg gelegt. Aber das wollte ich nicht einfach weiter so hinnehmen. Mir macht das Fremde und Neue einer unbekannten Stadt keine Angst – eher im Gegenteil: ich freue mich darauf, neue Ecken und Lieblingsorte zu entdecken. Ich fürchte mich auch nicht davor, vielleicht keinen Anschluss zu finden – wenn’s sein muss, bin ich ein sehr aufgeschlossener Mensch. Und ich habe auch kein Problem damit, alleine zu sein – das habe ich innerhalb der letzten Jahre gut lernen können. Ich habe eher Angst davor, welche Schatten mich verfolgen werden und welche großen Felsbrocken mir noch in den Weg gelegt werden, an denen ich mir dann die Zähne ausbeißen werden muss.

Und dann suche ich mir auch noch die Stadt aus, in der das Wohnen innerhalb Deutschlands zuletzt am teuersten war: München. Sauber. Aber warum gerade diese Stadt, Lydia? Mich verschlägt es nach München, weil beruflich gesehen eine Chance auf mich wartet. Außerdem habe ich mich in die Stadt verliebt und ehrlich gesagt, finde ich, dass München gut zu mir passt. Nicht wegen dem Klischee, dass dort nur „versnobte, neureiche Schnösel“ wohnen, denn das Vorurteil ist nur zum Teil berechtigt. (Und ganz ehrlich: ich bin ziemlich weit von diesem Klischee entfernt, oder?). Sie passt gut zu mir, weil Berlin etwas zu dreckig, Hamburg etwas zu nordisch, Frankfurt etwas zu bänkerisch und Leipzig etwas zu alternativ ist. München ist die perfekte Mischung aus der Ordnung, die ich so sehr liebe, weil die Stadt sauber und gut strukturiert ist und einer Szene, die genau dem entspricht, wie ich mir meine Abend- und Wochenendgestaltung vorstelle: nämlich mit ganz viel Hip Hop Jams und Rap-Konzerten.

Also: in 3,5 Monaten ziehe ich mit Sack und Pack nach Bayern, lasse das heimisch gewordene Hessen hinter mir und in meinem Kopf habe ich schon etliche Listen erstellt, auf denen ich dokumentiere, was ich bis dahin noch alles erledigen muss. Bis Anfang Juli ist es nämlich auch nicht mehr sooo lange hin… Ich geh dann mal einen Pack- und Organisationsplan erstellen…

4 Gedanken zu “#lydiasagtGUDE // Part II

  1. Wünsche dir jetzt schon für den Start alles Gute! War letztes Jahr in München und obwohl es so anders im Gegensatz zu meinem Liebling Berlin ist, hat es mir die Stadt doch ziemlich angetan. „Sauber“ trifft es echt, haha.

  2. Pingback: #lydiasagtGUDE und sagt: Hallo München! Lass dich umarmen!

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